wir laufen
durch die Gassen
und beobachten Sterne
im Vergehen
unsere Hände
berühren sich
berühren die Wände
und den Staub
der Zeit
an unseren Fingern
lässt uns gestern
atmen
unser Herz
im heute
willst Du bis morgen
verweilen? 

wenn ich Furcht beschreiben müsste, würde ich Deine Gestalt beschreiben. Gross gewachsen, wunderschön. Ich würde Dein schwarzes Haar beschreiben. Deine nussbraunen Augen. Deine weisse, helle Haut, unter der ich Dein Blut zirkulieren sehen kann. Vielleicht ist es auch erstarrt. Dein Blut. Ich würde von Deinen Kurven erzählen müssen, von Deiner Hüfte. Deine Hüfte die so geformt ist, als ob Du ein Kind auf ihr grösser werden sehen hast. Bis es so gross war, dass es an Deiner Hand neben Dir her gelaufen ist. Ich würde die Form beschreiben und wieder darüber nachdenken warum Du kein Kind bekommen hast. Warum ich das Kind war, was mit Dir Gross geworden ist. Zumindest Stücke davon. Ich würde das Licht beschreiben, was Du in mein Leben gebracht hast. Gleissendes, helles Licht mit dem Deine Haut fast gläsern wirkte. Gläsern wie Dein Herz. Zerbrechlich und gefährlich scharf. Doch müsste ich auch von der Dunkelheit sprechen, dem Wort “Kontrast”, Schwarz und Weiss. “Schwarzundweissdenken”, was zu meiner Erziehung zuvor nicht gehörte und plötzlich mit lauten Schritten in meine Welt gepoltert ist. “Intense”, wäre ein Wort, unwillkürlich im französischen Akzent, weil es Deiner Klasse, Deinem Stil, Deinem langen Hals, am nächsten Kommen würde. ErFurcht, die ich für Dich empfunden habe, vom ersten Augenblick an. Das Gefühl in Deiner Gegenwart nicht nur über eine Bordsteinkante, sondern von einem Kontinent zu springen. Ich würde von Deinen Füssen erzählen, die sich sicher in den Boden gestampft haben. So sicher, dass ich mir wiederum sicher war Abdrücke auf dem Boden nachempfinden zu können, wenn Du Deinen nächsten Schritt stampfst. Mit leiser Stimme würde ich erzählen müssen, dass ich mir wünschte so zu sein, wie ich Dich wahrgenommen habe. Die bittersüsse Schönheit. Immer in Distanz. Immer Glasklar und somit so undurchsichtig wie kein anderer Mensch. Du bist meine Furcht.

Und ich möchte nicht so sein wie Du, heute nicht mehr. Ich bin die mit dem flammend roten Haar, mit den roten Wangen, dem lauten Lachen, der Stimme, der gerne zugehört wird, wie ich glaube. Die mit den Ohren, die so gerne lauschen und von Liebe und Glück hören, doch auch Abgründe und Trauer nicht scheuen. Ich bin die rundliche junge Frau, die Kinder mag. Ich bin die, die sich Zukunft nennen möchte, weil mein Herz rot und voller Gefühl schlägt. Nein, ich bin nicht zu übersehen so undurchsichtig bin ich. Voller Leben, Liebe und in Bewegung gefärbt in allen Farben des Glücks. Meer und Fernweh schlägt in meinem Herz und zirkuliert mit reissender Impulsivität und zieht und bewegt mich, leidenschaftlich in jeder Sekunde und häufig in eine andere Richtung. Ich bin ich, mit Gesicht und Gefühl.

juchze vor Glück
strahle wie Sternenmeer
und unsichtbare Sommersprossen
auf Deiner Haut
die ich zählen will.

Q

written-w asked:

Du gehst einen Weg entlang, bist klein und sehr jung. Der Weg gabelt sich. Der eine führt durch einen unübersichtlichen Waldstück entlang, aber ein Mann steht dort, geprägt von den Jahren seines Lebens die er erlebt hat, der bereit ist dich den ganzen Weg über zu begleiten. Oder gehst du den anderen gradlinigen und hellen weg den du komplett überschauen kannst, aber den du ohne Begleitung und jegliche Hilfe alleine bewältigen musst. Also was tust du? Versuch deine Antwort zu begründen bitte =D

A

Ich will ehrlich sein. Diese Frage hat mich getroffen. Tief getroffen. Sie hat mich nachdenklich gemacht. Weil sie sehr nah an meinem Leben ist. An dem Tag, an dem die Frage in mein Blog verschneit wurde, habe ich mit dem Gefühl von Verzweiflung und Überforderung mir genau den weisen Mann, mit langem Bart und den weichen, warmen Augen gewünscht und es sogar laut ausgesprochen.

Irgendwie, zeigt mir diese Frage, wie nah Zufälle nebeneinander liegen, wie wahrscheinlich eines oder mehrere meiner unbedachten Worte zu meiner Wirklichkeit werden könnten.

Aber die Antwort, scheint mir nach meinen Tagen des Grübelns logisch: ich würde den Mann begrüssen, mit ihm ein Gespräch führen, weil ich Neugierig bin. Weil es mich wundernimmt wie er zu so einer grossen Weisheit gekommen ist. Ich wollte mich dann von ihm verabschieden und ihn bitten mich alleine gehen zu lassen. Auf seinem Weg. Weil ich gerne Lerne, gerne Reise und es Liebe mit meinem Leben Neues zu erfahren, das Unbekannte zu beschreiten und dabei an Erfahrung zu gewinnen. Auch die Stärke zu haben die Ungewissheit und Verzweiflung auszuhalten und von ihr zu lernen. Vielleicht für ein nächstes Mal.

nein flüstern
und dabei
immer mehr
meinen möchten
immer ja sagen sollen
und mehr wollen.

Q

Anonymous asked:

Wann hat dich Angst davon abgehalten eines deiner Ziele zu verfolgen

A

eigentlich immer dann, wenn ich Angst hatte einen mir wichtigen Menschen zu verlieren. Dabei ist es ziemlich unabhängig aus welchem Grund ich diesen Menschen fürchtete zu verlieren.  Fast immer und meist ohne, dass ich es bemerkt habe, sind diese Menschen dann trotzdem irgendwann ihre eigenen Wege weiter gegangen, die in eine andere Richtung geführt haben, als mein Weg. Manchmal hab auch ich die Entscheidung an einer Abzweigung dann getroffen und bin mit meinen Schritten woanders hingegangen. 

Diese Angst lähmt mich auch noch heute. 

Danke für die Frage, auf die es soviele Antworten gibt. 

Q

mondkristall asked:

kann man den sinn des lebens in einer tulpe finden? kann man das leben der nacht in einem atemzug spüren? kann man die liebe in einem buchstaben verstehen?

A

gleich drei Fragen für meinen denksehnsüchtigen Kopf. :) Danke. 

Tulpe: ich glaube ja, sie wächst, aus einem winzigen Samen, entstanden aus Tulpen vor ihr. Eine schön um die andere Schönheit. Sie ist Regen und Sonne ausgetzt. Trockenzeit und kleinen Überschwemmungen begegnet sie. Dunkelheit und Helligkeit. Sie sieht manch ein Bewunderer und manchmal, ein Leben lang bleibt sie ungesehen. Sie wird älter und öffnet und schliesst sich, um ihreteigenen Willen. Und irgendwann, um unzählige Erfahrungen, schliesst sie sich ein letztes Mal. Die zauberhaft, weichen Blätter fallen von ihr ab und sie neigt sich der Erde wieder zu. 

Leben der Nacht: für mich sind es die Sommernächte, die Warm und voller verlockender Geheimnisse sind. Wenn ich dann, erschöpft von heimlichen Tänzen oder glücklich durch den Sommerregen ins Bett falle und tief ein und ausatme, kurz bevor der Schlaf mich umarmt und in die Nacht entführt, die nur mir gehört. 

Der Liebesbuchstaben: ich spreche nicht alle Sprachen der Welt, doch bestimmt und ich würde mich freuen sie zu lernen. 

Hautgeschichten
die nur ohne Stoff
und ohne Schamgefühl
in zarten Geheimnissen
und magischen Berührungen
gesponnen werden.

Q

wasichbin asked:

Mal etwas Neues für die kreativen Seelen hier: "Ziel ist es, innerhalb von 3 Tagen die gestellten Fragen zu beantworten und an drei weitere Blogs weiterzureichen.1. Woran arbeite ich gerade? 
2. Worin unterscheidet sich meine Arbeit von der anderer Künstler der gleichen Gattung? 
3. Wodurch ist mein kreatives Schaffen veranlasst/angetrieben (- oder: Warum arbeite ich so, wie ich eben arbeite?)
 4. Wie arbeite ich/wie verläuft bei mir der Schaffensprozess?”

A

Woran arbeite ich gerade: ich arbeite an mir selbst, strecke mich in der Sonne und versinke nicht nur mit meinem Körper in die tiefsten Tiefen und in die Kühle, sondern auch in mein Gefühl und hinterfrage mich um herauszufinden was ich will und wie es mit mir weitergeht. Diese Reflektion im dunklen meines Selbst ist manchmal sehr anstrengend. Aber dennoch, gibt es mir die Ruhe, die mich einschlafen lässt und dann wieder in die Sommerwärme auftauchen lässt. 

Worin unterscheidet sich meine Arbeit: Hmmm, vielleicht an den Orten, ich kann mich zurückziehen um zu mir zu Kommen oder im grössten Trubel meine Ruhe finden. Manchmal gelingt es mir sogar besser in hektischen Situationen zu reflektieren und darüber nachzudenken. Aber wie es anderen so geht, weiss ich nicht. 

Wodurch veranlasst/angetrieben: Von mir selbst, denke ich. Von meiner Umwelt. Von der jetzigen Situation und dem Gedanken an morgen. 

Warum so: Weil mich alles andere nur unglücklich macht. Und ich noch keinen anderen Weg gefunden. 

Wie ich arbeite: In Ruhe und mit zäher Geduldigkeit. Manchmal so wie meine Bilder, von denen ich denke, dass sie fertig sind und dann doch noch einen zweiten oder dritten Schritt weiter malen mag. 

Daaaahaaanke :) 
wer hat noch nicht? Dann dürft ihr gerne und mir bitte Bescheid saaagen! :) 

Entscheidungsschwierigkeiten zeigen sich für mich am besten auf, wenn ich nicht weiss ob ich die Treppenstufen hoch oder runter soll.

den Begriff Hoffnungslosigkeit kann ich zumindest in einer klitzekleinen Facette, die manchmal so gross wie diese Flugzeug mit zwei Stöcken werden kann und durch mein Reich fliegt, wie bei einer Notlandung und Bäume und Pflanzen mitreisst und einen Weg der Zerstörung hinterlässt, nachvollziehen.

Q

Anonymous asked:

Ich erinnere mich an dich wie an den abgeflauten Meereswind, der irgendwo in der Ferne zur Ruhe kommt, und ich warte auf das nächste Mal, wenn er Nachricht von den weit entfernten Ufern bringt. In mir ist aus einem reißenden Fluss ein still plätscherndes Bächlein geworden, das mit einer kleinen Brise wieder ein bisschen lauter werden kann. Nicht ganz anonyme Herzwortfreundinnengrüße <3

A

<3 ich denke an Dich

Spuckgeister im Bauch

manche Themen sind einem nur zu bewusst. Sie spucken Dir im Bauch herum, wie kleine Geister und verleihen Dir ein flaues Gefühl im Magen. Ich glaube mit diesem flauen Gefühl wollen sie eigentlich nur sagen: “Hey, ich bin noch da und Du hast mich immer noch nicht angeschaut. Du schenkst mir immernoch nicht die Aufmerksamkeit die ich brauche um mich in einen kleinen Punkt zu verwandeln um dann von Dir abzufallen.”

Ich glaube auch, dass wir diese Spuckgeister ignorieren, weil es eine gute Strategie ist. Eine, in der man sich nicht konfrontieren muss, oder auseinandersetzen oder gar reflektieren. Na klar, Reflektion funktionier super.

Nur eben um diese Geister herum. Dieses Problemlösemuster kann ich nur zu gut nachvollziehen. Es ist leicht und einfach. So simpel, dass sich gelegentliche ungute Gefühle im Bauch, vorzugsweise vor dem Schlafen gehen, gut und gerne ignorieren lassen.

Leiderweise oder gar klugerweise weiss meine Erfahrung auch, dass diese Strategie keine Langzeittherapie ist. Sie “verhebt” schlichtweg nicht. Keine Chance. Irgendwann wird das Gefühl schlimmer. Immer schlimmer. Meist zu einem Zeitpunkt wo man von diesem Spuckgeist im Magen keine Ahnung mehr hat. Nicht mehr weiss wo es herkam oder wo es eigentlich hinwollte. Noch, warum es eigentlich da ist. Da hilft dann keine Tablette mehr, auf lange Sicht. Denn der Schmerz und die Unmut die Dein Bauch äussert kommt immer wieder. Wieder und wieder und erinnert Dich daran wie wenig Aufmerksamkeit Du Dir manchmal schenkst. 

Damit meine ich die Aufmerksamkeit, in der Du mit Dir selber flirtest. Oder Dir vielleicht nur Deine Lieblingsfarbe anziehst. Der rote Lippenstift, der Dir so gut gefällt. Der Duft von Regen, wegen dem Du dann fünf Minuten zu spät kommst, weil Du ihn unbedingt riechen musstest. Auch das Buch, welches Du immer wieder in die Hände nimmst und überlegst ob Du es Dir kaufst. Und besonders die Momente in denen Du für Dich bist, einen kleinen Moment und Dich fragst ob es Dir gut geht und dem nachspürst. Dir selber zuhörst, vielleicht mit Deinem inneren Kind telefonierst und beim nächsten Mal, weil es Dich gebeten hat, mit nackten Füssen in die Pfütze springst.

Denn vor allem, wenn Du Dir Momente schenkst, in denen Du Dich fragst, wies Dir eigentlich geht, kannst Du auf diese Bauchgefühle hören. Lauschen welche Geister in Dir sich bewegen und sie fragen woher sie kommen und wohin sie wollen. Denn sie dann Hinauszubegleiten, ist manchmal vielleicht ein bisschen schwer, aber definitiv einiges leichter als wenn der Schmerz nicht mehr gehen will.