nein flüstern
und dabei
immer mehr
meinen möchten
immer ja sagen sollen
und mehr wollen.

Q

Anonymous asked:

Wann hat dich Angst davon abgehalten eines deiner Ziele zu verfolgen

A

eigentlich immer dann, wenn ich Angst hatte einen mir wichtigen Menschen zu verlieren. Dabei ist es ziemlich unabhängig aus welchem Grund ich diesen Menschen fürchtete zu verlieren.  Fast immer und meist ohne, dass ich es bemerkt habe, sind diese Menschen dann trotzdem irgendwann ihre eigenen Wege weiter gegangen, die in eine andere Richtung geführt haben, als mein Weg. Manchmal hab auch ich die Entscheidung an einer Abzweigung dann getroffen und bin mit meinen Schritten woanders hingegangen. 

Diese Angst lähmt mich auch noch heute. 

Danke für die Frage, auf die es soviele Antworten gibt. 

Q

mondkristall asked:

kann man den sinn des lebens in einer tulpe finden? kann man das leben der nacht in einem atemzug spüren? kann man die liebe in einem buchstaben verstehen?

A

gleich drei Fragen für meinen denksehnsüchtigen Kopf. :) Danke. 

Tulpe: ich glaube ja, sie wächst, aus einem winzigen Samen, entstanden aus Tulpen vor ihr. Eine schön um die andere Schönheit. Sie ist Regen und Sonne ausgetzt. Trockenzeit und kleinen Überschwemmungen begegnet sie. Dunkelheit und Helligkeit. Sie sieht manch ein Bewunderer und manchmal, ein Leben lang bleibt sie ungesehen. Sie wird älter und öffnet und schliesst sich, um ihreteigenen Willen. Und irgendwann, um unzählige Erfahrungen, schliesst sie sich ein letztes Mal. Die zauberhaft, weichen Blätter fallen von ihr ab und sie neigt sich der Erde wieder zu. 

Leben der Nacht: für mich sind es die Sommernächte, die Warm und voller verlockender Geheimnisse sind. Wenn ich dann, erschöpft von heimlichen Tänzen oder glücklich durch den Sommerregen ins Bett falle und tief ein und ausatme, kurz bevor der Schlaf mich umarmt und in die Nacht entführt, die nur mir gehört. 

Der Liebesbuchstaben: ich spreche nicht alle Sprachen der Welt, doch bestimmt und ich würde mich freuen sie zu lernen. 

Hautgeschichten
die nur ohne Stoff
und ohne Schamgefühl
in zarten Geheimnissen
und magischen Berührungen
gesponnen werden.

Q

wasichbin asked:

Mal etwas Neues für die kreativen Seelen hier: "Ziel ist es, innerhalb von 3 Tagen die gestellten Fragen zu beantworten und an drei weitere Blogs weiterzureichen.1. Woran arbeite ich gerade? 
2. Worin unterscheidet sich meine Arbeit von der anderer Künstler der gleichen Gattung? 
3. Wodurch ist mein kreatives Schaffen veranlasst/angetrieben (- oder: Warum arbeite ich so, wie ich eben arbeite?)
 4. Wie arbeite ich/wie verläuft bei mir der Schaffensprozess?”

A

Woran arbeite ich gerade: ich arbeite an mir selbst, strecke mich in der Sonne und versinke nicht nur mit meinem Körper in die tiefsten Tiefen und in die Kühle, sondern auch in mein Gefühl und hinterfrage mich um herauszufinden was ich will und wie es mit mir weitergeht. Diese Reflektion im dunklen meines Selbst ist manchmal sehr anstrengend. Aber dennoch, gibt es mir die Ruhe, die mich einschlafen lässt und dann wieder in die Sommerwärme auftauchen lässt. 

Worin unterscheidet sich meine Arbeit: Hmmm, vielleicht an den Orten, ich kann mich zurückziehen um zu mir zu Kommen oder im grössten Trubel meine Ruhe finden. Manchmal gelingt es mir sogar besser in hektischen Situationen zu reflektieren und darüber nachzudenken. Aber wie es anderen so geht, weiss ich nicht. 

Wodurch veranlasst/angetrieben: Von mir selbst, denke ich. Von meiner Umwelt. Von der jetzigen Situation und dem Gedanken an morgen. 

Warum so: Weil mich alles andere nur unglücklich macht. Und ich noch keinen anderen Weg gefunden. 

Wie ich arbeite: In Ruhe und mit zäher Geduldigkeit. Manchmal so wie meine Bilder, von denen ich denke, dass sie fertig sind und dann doch noch einen zweiten oder dritten Schritt weiter malen mag. 

Daaaahaaanke :) 
wer hat noch nicht? Dann dürft ihr gerne und mir bitte Bescheid saaagen! :) 

Entscheidungsschwierigkeiten zeigen sich für mich am besten auf, wenn ich nicht weiss ob ich die Treppenstufen hoch oder runter soll.

den Begriff Hoffnungslosigkeit kann ich zumindest in einer klitzekleinen Facette, die manchmal so gross wie diese Flugzeug mit zwei Stöcken werden kann und durch mein Reich fliegt, wie bei einer Notlandung und Bäume und Pflanzen mitreisst und einen Weg der Zerstörung hinterlässt, nachvollziehen.

Q

Anonymous asked:

Ich erinnere mich an dich wie an den abgeflauten Meereswind, der irgendwo in der Ferne zur Ruhe kommt, und ich warte auf das nächste Mal, wenn er Nachricht von den weit entfernten Ufern bringt. In mir ist aus einem reißenden Fluss ein still plätscherndes Bächlein geworden, das mit einer kleinen Brise wieder ein bisschen lauter werden kann. Nicht ganz anonyme Herzwortfreundinnengrüße <3

A

<3 ich denke an Dich

Spuckgeister im Bauch

manche Themen sind einem nur zu bewusst. Sie spucken Dir im Bauch herum, wie kleine Geister und verleihen Dir ein flaues Gefühl im Magen. Ich glaube mit diesem flauen Gefühl wollen sie eigentlich nur sagen: “Hey, ich bin noch da und Du hast mich immer noch nicht angeschaut. Du schenkst mir immernoch nicht die Aufmerksamkeit die ich brauche um mich in einen kleinen Punkt zu verwandeln um dann von Dir abzufallen.”

Ich glaube auch, dass wir diese Spuckgeister ignorieren, weil es eine gute Strategie ist. Eine, in der man sich nicht konfrontieren muss, oder auseinandersetzen oder gar reflektieren. Na klar, Reflektion funktionier super.

Nur eben um diese Geister herum. Dieses Problemlösemuster kann ich nur zu gut nachvollziehen. Es ist leicht und einfach. So simpel, dass sich gelegentliche ungute Gefühle im Bauch, vorzugsweise vor dem Schlafen gehen, gut und gerne ignorieren lassen.

Leiderweise oder gar klugerweise weiss meine Erfahrung auch, dass diese Strategie keine Langzeittherapie ist. Sie “verhebt” schlichtweg nicht. Keine Chance. Irgendwann wird das Gefühl schlimmer. Immer schlimmer. Meist zu einem Zeitpunkt wo man von diesem Spuckgeist im Magen keine Ahnung mehr hat. Nicht mehr weiss wo es herkam oder wo es eigentlich hinwollte. Noch, warum es eigentlich da ist. Da hilft dann keine Tablette mehr, auf lange Sicht. Denn der Schmerz und die Unmut die Dein Bauch äussert kommt immer wieder. Wieder und wieder und erinnert Dich daran wie wenig Aufmerksamkeit Du Dir manchmal schenkst. 

Damit meine ich die Aufmerksamkeit, in der Du mit Dir selber flirtest. Oder Dir vielleicht nur Deine Lieblingsfarbe anziehst. Der rote Lippenstift, der Dir so gut gefällt. Der Duft von Regen, wegen dem Du dann fünf Minuten zu spät kommst, weil Du ihn unbedingt riechen musstest. Auch das Buch, welches Du immer wieder in die Hände nimmst und überlegst ob Du es Dir kaufst. Und besonders die Momente in denen Du für Dich bist, einen kleinen Moment und Dich fragst ob es Dir gut geht und dem nachspürst. Dir selber zuhörst, vielleicht mit Deinem inneren Kind telefonierst und beim nächsten Mal, weil es Dich gebeten hat, mit nackten Füssen in die Pfütze springst.

Denn vor allem, wenn Du Dir Momente schenkst, in denen Du Dich fragst, wies Dir eigentlich geht, kannst Du auf diese Bauchgefühle hören. Lauschen welche Geister in Dir sich bewegen und sie fragen woher sie kommen und wohin sie wollen. Denn sie dann Hinauszubegleiten, ist manchmal vielleicht ein bisschen schwer, aber definitiv einiges leichter als wenn der Schmerz nicht mehr gehen will. 

ich schäle mich 
aus den letzten Tagen 
wie ein Sonnebrand
der sich langsam abblättert
habe mich alt gefühlt
wie der Herbst
mache unsichere Schritte
aus dem Sumpf heraus
und trete mit schimmernder
weisser, blosser Haut
in den beginnenden Abend
spüre.

Q

konradkutsche asked:

Weles isch dis Lieblingswort us dim schwizerdütsche Wortschatz?

A

Härzchriesi, wells so verständlich und nahvollziebar isch und irgendwie sehr härzig.. :) 

Q

seifenblasentraeume asked:

Schreibe fünf Sachen, die dich an deine Kindheit erinnern und schicke es weiter an fünf deiner Lieblingsblogs :)

A

  1. der Duft von Sommerregen auf dem heissen Asphalt. Ich habe mich immer gefürchtet irgendwann den Duft nicht mehr wahrnehmen zu können, weil unsere Nase sich nur all zu schnell an Düfte gewöhnt. Doch noch heute erinnere ich mich, wenn ich ihn rieche, an meine damalige Furcht. 
  2. das Gurren von Tauben, welches mich in den Sommern bei meiner Oma, frühmorgens geweckt hat. Nach Nächten aus denen ich nie mehr erwachen wollte, weil sie so tief, ruhig, vertraut und beschützt waren. 
  3. die Hülle von der Red Hot Chili Peppers CD, mit der Fee auf dem Klavier, mit der ich irgendwie aufgewachsen bin. Die Musik in ihr, die mich immer an meine glücklichen Momente erinnern, in der ich nie so sehr an Magie und Zauber geglaubt habe. 
  4. wie ich das Lesen entdeckt habe. Die Bücher, die manchmal so schwer waren, dass ich sie kaum tragen konnte und trotzdem alle unbedingt mit nach Hause nehmen musste. 
  5. die Sonnenuntergänge in dem schwarzweiss gekachelten Bad, die mich ans Älterwerden erinnert haben. Das Badezimmer hatte etwas einzigartiges an sich. In dem ich mich stundenlang aufhalten konnte. 

:) Dankeschön. Das hat Spass gemacht. 

der Regen befreit mich.