Umbrucherscheinungen

ich atme ein
und atme aus
und alles ist anders
und trotzdem irgendwie gleich
doch da vorn
wo mein Blick trüber wird
der Weg scheinbar schmaler 
dort ändert sich Licht
Farbe und Klang
Duft und gar Windrichtung
und die einzige Frage
bin ich
richtig
hier?




frag ich Dich und Dich und Dich… 

würde mich über Antworten in meinem Posteingang freuen. :) 

Wort um Wort
perlt über unsere Lippen
und tropft
in irgendein dazwischen
und manchmal auf 
den Grund
doch manchmal
weitergetragen
geflüstert und erzählt
verschrien und verschwiegen
behält es seinen Sinn
verliert seinen Klang
oder gar umkehrt?

die Bewegung
so alt bekannt
Generationen verweilend
lass ich immer
und immer
und wieder schneller werden
bis ich schluss
oder endlich
die Kontrolle
verliere
.

hey Graugesicht, mit der Mantrathematik, wer bist Du denn? ich würde mich gern darüber unterhalten!

Mantra für die nächsten fünf Monate: ich mach das gut, ich werde es gut machen, ich kann gut mit Menschen, ich brauch nicht alles zu wissen, was ich nicht weiss, kann ich erfahren. 

süsse Meerbrise
heimliche Küsse
kalte Winde
und Salzduft im Haar. 

und Deine
traumschlafene Stimme
mutenden Worte
mein Herz
kurz im Stillstand
um dann
und wieder
in sanfter Freude
mit Deinem
im Einklang
zu klingen.

Q

rabenprinz asked:

Was ist dir das Liebste Büchergenre?

A

ich lese am meisten und liebsten und häufigsten und vertiefesten realistische Erzählprosa, philosophische Literatur und ehrlich gesagt auch viel von meinen Lieblingstumbler und Tumblerinnen die Gedichte schreiben. 

Und Du? Was sind denn Eure Lieblingsbücher? 

warum folgen mir so viele traurige Menschen?

Q

forteepiano asked:

Welches Buch darf in keinem Bücherregal fehlen?

A

gerade fallen mir drei Bücher ein, die mir sonst glaube ich nicht einfallen würden, ausser dem letzten, deswegen nenne ich sie Dir: 

  • Léon und Louise - Alex Capus
  • die Eleganz des Igels - Muriel Barbery
  • Seerücken - Peter Stamm 

kennst Du eines von diesen? 
Oder jemand von Euch? 

Danke für die wunderbare Frage. 

ich liebe die Zwischenzeiten
die heimlichen Verschnaufspausen
wenn ich durch die Welt wander
unbekannt und unsichtbar
wenn alles nach Traumstille klingt.

Q

giuliaasblog asked:

Warum wollen wir nicht vergessen werden?

A

vielleicht weil es dann wäre, als wären wie nie gewesen. 

wir laufen
durch die Gassen
und beobachten Sterne
im Vergehen
unsere Hände
berühren sich
berühren die Wände
und den Staub
der Zeit
an unseren Fingern
lässt uns gestern
atmen
unser Herz
im heute
willst Du bis morgen
verweilen? 

wenn ich Furcht beschreiben müsste, würde ich Deine Gestalt beschreiben. Gross gewachsen, wunderschön. Ich würde Dein schwarzes Haar beschreiben. Deine nussbraunen Augen. Deine weisse, helle Haut, unter der ich Dein Blut zirkulieren sehen kann. Vielleicht ist es auch erstarrt. Dein Blut. Ich würde von Deinen Kurven erzählen müssen, von Deiner Hüfte. Deine Hüfte die so geformt ist, als ob Du ein Kind auf ihr grösser werden sehen hast. Bis es so gross war, dass es an Deiner Hand neben Dir her gelaufen ist. Ich würde die Form beschreiben und wieder darüber nachdenken warum Du kein Kind bekommen hast. Warum ich das Kind war, was mit Dir Gross geworden ist. Zumindest Stücke davon. Ich würde das Licht beschreiben, was Du in mein Leben gebracht hast. Gleissendes, helles Licht mit dem Deine Haut fast gläsern wirkte. Gläsern wie Dein Herz. Zerbrechlich und gefährlich scharf. Doch müsste ich auch von der Dunkelheit sprechen, dem Wort “Kontrast”, Schwarz und Weiss. “Schwarzundweissdenken”, was zu meiner Erziehung zuvor nicht gehörte und plötzlich mit lauten Schritten in meine Welt gepoltert ist. “Intense”, wäre ein Wort, unwillkürlich im französischen Akzent, weil es Deiner Klasse, Deinem Stil, Deinem langen Hals, am nächsten Kommen würde. ErFurcht, die ich für Dich empfunden habe, vom ersten Augenblick an. Das Gefühl in Deiner Gegenwart nicht nur über eine Bordsteinkante, sondern von einem Kontinent zu springen. Ich würde von Deinen Füssen erzählen, die sich sicher in den Boden gestampft haben. So sicher, dass ich mir wiederum sicher war Abdrücke auf dem Boden nachempfinden zu können, wenn Du Deinen nächsten Schritt stampfst. Mit leiser Stimme würde ich erzählen müssen, dass ich mir wünschte so zu sein, wie ich Dich wahrgenommen habe. Die bittersüsse Schönheit. Immer in Distanz. Immer Glasklar und somit so undurchsichtig wie kein anderer Mensch. Du bist meine Furcht.

Und ich möchte nicht so sein wie Du, heute nicht mehr. Ich bin die mit dem flammend roten Haar, mit den roten Wangen, dem lauten Lachen, der Stimme, der gerne zugehört wird, wie ich glaube. Die mit den Ohren, die so gerne lauschen und von Liebe und Glück hören, doch auch Abgründe und Trauer nicht scheuen. Ich bin die rundliche junge Frau, die Kinder mag. Ich bin die, die sich Zukunft nennen möchte, weil mein Herz rot und voller Gefühl schlägt. Nein, ich bin nicht zu übersehen so undurchsichtig bin ich. Voller Leben, Liebe und in Bewegung gefärbt in allen Farben des Glücks. Meer und Fernweh schlägt in meinem Herz und zirkuliert mit reissender Impulsivität und zieht und bewegt mich, leidenschaftlich in jeder Sekunde und häufig in eine andere Richtung. Ich bin ich, mit Gesicht und Gefühl.